Mit diesem Quiz findest du ETFs und ETCs, die zu deinen Vorgaben passen. Du wählst Anlagebereich, Ausschüttung, Replikation, Kostenrahmen, Produktart und auf Wunsch nur nachhaltige ETFs. Das Quiz filtert danach unsere Liste mit 33 Produkten und zeigt dir bis zu vier Treffer mit ISIN und laufenden Kosten. Ob dein Broker einen Sparplan dafür anbietet, prüft es nicht. Eine E-Mail-Adresse brauchst du nicht.
So funktioniert das Quiz
Sechs Fragen wirken als Filter: Anlagebereich, Produktart (ETF oder auch ETC), Nachhaltigkeit, Ausschüttung, Replikation und laufende Kosten. Ein Produkt erscheint nur, wenn es alle gewählten Merkmale erfüllt. Die Treffer werden nach laufenden Kosten sortiert, bei Gleichstand nach Namen. Die Fragen nach Ziel, Spardauer, Sparrate, Streuung und Depot ändern nur die Hinweise unter dem Ergebnis, nie die Auswahl der Produkte.
Passt kein Produkt, sagt dir das Quiz, an welchem Filter es scheitert, und du kannst genau diesen Filter lockern. Wir füllen die Liste nicht mit Produkten auf, die deine Vorgaben nur ungefähr treffen.
Was ist ein ETF-Sparplan?
Bei einem ETF-Sparplan kaufst du in festen Abständen, meist monatlich, für einen festen Betrag Anteile eines ETFs. Dein Broker führt den Kauf automatisch aus. Weil der Betrag gleich bleibt, bekommst du bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei hohen weniger. Viele Broker bieten Sparpläne schon ab 1 bis 25 Euro im Monat an. Rate und Rhythmus kannst du in der Regel jederzeit ändern oder aussetzen. Eine feste Laufzeit gibt es nicht.
Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Fonds. Die meisten ETFs, auch alle in unserem Quiz, bilden einen Index nach, etwa den MSCI World mit Unternehmen aus Industrieländern. Statt einzelne Aktien auszuwählen, beteiligst du dich mit einem Anteil an einem Fonds, der die Entwicklung des Index möglichst genau abbilden soll. Das ist meist günstig. Wie breit du streust, hängt vom gewählten Index ab. Für Gold, Silber und Rohstoffe gibt es eigene Produktarten, mehr dazu weiter unten.
Worauf du bei der Auswahl eines ETFs achten solltest
Index und Anlagebereich
Die wichtigste Entscheidung ist nicht das Produkt, sondern der Index: Welche Länder, Branchen oder Anlageklassen willst du abdecken? Ein Welt-ETF streut über viele Länder: Der MSCI World umfasst Industrieländer, der FTSE All-World zusätzlich Schwellenländer. Ein USA- oder Europa-ETF konzentriert sich auf eine Region. Anleihen-ETFs schwanken meist weniger als Aktien-ETFs. Gold und Rohstoffe nutzen viele Anleger als Beimischung. ETFs auf denselben Index unterscheiden sich oft nur in Details wie Kosten oder Ausschüttung.
Laufende Kosten (TER)
Die Gesamtkostenquote (TER) gibt an, welcher Anteil des Fondsvermögens jährlich für Verwaltung und Betrieb entnommen wird. Bei breiten Aktien-ETFs liegt sie oft zwischen 0,05 und 0,30 % pro Jahr, bei Rohstoff-ETFs meist höher. Die TER zahlst du nicht separat, sie mindert den Kurs. Nicht enthalten sind zum Beispiel Spread, Ordergebühren, interne Transaktionskosten und bei manchen Rohstoff-ETFs eine gesonderte Swapgebühr. Ein genaueres Bild gibt die Tracking-Differenz, also die Abweichung des ETFs von seinem Index. Rolleffekte bei Rohstoff-Futures stecken allerdings schon im Index und zeigen sich darin nicht.
Replikation: physisch oder synthetisch
Physisch replizierende ETFs kaufen die Wertpapiere des Index, alle oder eine repräsentative Auswahl. Synthetische ETFs bilden den Index über einen Tauschvertrag (Swap) mit einer Bank nach und halten dafür einen Wertpapierkorb als Sicherheit. Das Kontrahentenrisiko ist bei europäischen ETFs gesetzlich begrenzt. Bei breiten Rohstoff-ETFs ist die synthetische Variante der Normalfall, weil sie Terminkontrakte abbilden. Mehr dazu in unserem Überblick zu den Arten von Rohstoff-ETFs.
Ausschüttung: thesaurierend oder ausschüttend
Thesaurierende ETFs legen Dividenden und Zinsen automatisch wieder an. Das ist bequem, wenn du langfristig Vermögen aufbauen willst. Ausschüttende ETFs zahlen die Erträge aus, zum Beispiel quartalsweise. So fließen regelmäßig Erträge auf dein Konto. Für den Sparer-Pauschbetrag sind Ausschüttungen nicht nötig, auch Vorabpauschalen und Verkaufsgewinne werden damit verrechnet. An der Wertentwicklung vor Steuern ändert die Wahl nichts Grundsätzliches.
Fondsgröße, Alter und Währung
Große und ältere ETFs werden seltener geschlossen oder zusammengelegt als kleine Nischenprodukte. Die Fondswährung (oft US-Dollar) spielt für dich kaum eine Rolle. Entscheidend ist, in welchen Währungen die enthaltenen Wertpapiere notieren. Währungsgesicherte Varianten dämpfen Wechselkursschwankungen, sind aber meist etwas teurer.
ETF oder ETC: Gold, Silber und Rohstoffe im Sparplan
Wer Gold oder Silber per Sparplan kaufen will, landet fast immer bei einem ETC (Exchange Traded Commodity). ETCs sind rechtlich Schuldverschreibungen des Emittenten, ihr Vermögen ist nicht wie bei einem Fonds getrennt. Physisch hinterlegte Gold-ETCs wie Xetra-Gold oder die Gold-ETCs von iShares und Invesco sind durch Goldbestände gedeckt. Die rechtliche Ausgestaltung unterscheidet sich aber je nach Produkt, und es bleibt ein Emittentenrisiko. Breit gestreute Rohstoff-ETFs dagegen sind echte Fonds, bilden aber Terminkontrakte ab. Dabei können beim Rollen der Kontrakte zusätzliche Kosten entstehen. Wie stark das wirken kann, zeigt unser Beitrag zu Rollverlusten bei Rohstoff-ETFs. Einen Überblick über die gängigen Produkte findest du in der Rohstoff-ETF-Liste und im Silber-ETF-Vergleich.
Nachhaltige ETFs: Was hinter ESG steckt
ESG steht für Environmental, Social und Governance, also Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung. Nachhaltige ETFs bilden Indizes ab, die bestimmte Branchen ausschließen, etwa Kohle, Waffen oder Tabak. Aus den übrigen Unternehmen nehmen sie meist je Branche diejenigen mit den besseren ESG-Bewertungen auf. Dieser Best-in-Class-Ansatz heißt: Ein Unternehmen muss nicht nachhaltig sein, sondern nur besser bewertet als seine Konkurrenz.
Genau daran gibt es viel Kritik. Die Ratings verschiedener Agenturen weichen für dasselbe Unternehmen oft stark voneinander ab. Ein bekanntes Beispiel ist Tesla: Der Elektroautobauer gilt vielen als Klimavorreiter, wurde im Mai 2022 aber aus dem S&P 500 ESG Index entfernt. Gründe waren unter anderem fehlende Angaben zur Klimastrategie und Vorwürfe zu Arbeitsbedingungen. Der Ölkonzern ExxonMobil blieb gleichzeitig im Index. Gleichzeitig steht der Abbau von Batterierohstoffen wie Lithium und Kobalt wegen Umwelt- und Menschenrechtsfolgen in der Kritik. Ähnliche Widersprüche gibt es bei vielen Unternehmen in nachhaltigen ETFs, etwa wenn ein Konzern gut abschneidet, weil er seine Risiken gut dokumentiert, nicht weil sein Geschäft besonders umweltfreundlich ist.
Seit Mai 2025 gelten in der EU auch für bestehende Fonds strengere Regeln, wenn sie Begriffe wie „ESG“ oder „nachhaltig“ im Namen tragen (ESMA-Leitlinien zu Fondsnamen). Trotzdem lohnt sich ein Blick ins Factsheet: Welche Ausschlüsse gelten, und welche Unternehmen sind die größten Positionen? Bei Gold, Silber und breiten Rohstoff-ETFs gibt es kaum Produkte mit ESG-Ansatz. Warum das so ist und welche Alternativen es gibt, erklärt unser Beitrag zu nachhaltigen Rohstoff-ETFs.
So richtest du einen ETF-Sparplan ein
Suche das Produkt über die ISIN in deinem Depot und prüfe, ob es sparplanfähig ist und was eine Ausführung kostet. Lege dann Rate, Rhythmus und Ausführungstermin fest und kontrolliere die Übersicht vor der Bestätigung. Welche Einstellungen es gibt, zum Beispiel mehrere Termine im Monat oder eine automatische Erhöhung der Rate, hängt vom Broker ab.
Was ein ETF-Sparplan kostet
Neben der TER des Produkts fallen beim Broker Kosten an. Viele Online-Broker führen Sparpläne ohne Ordergebühr aus, andere verlangen einen festen Betrag oder einen Prozentsatz je Ausführung. Bei kleinen Raten fällt eine feste Gebühr stark ins Gewicht: 1 Euro auf 25 Euro Sparrate sind 4 % jeder Einzahlung. Dazu kommt der Spread, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Er ist bei großen ETFs meist gering. Eine Depotgebühr verlangen die meisten Online-Broker nicht mehr. Bei Xetra-Gold fallen Verwahrkosten an, die viele Depotbanken an dich weitergeben. Details zu allen Kostenarten stehen im Kostenvergleich für Rohstoff-ETFs.
Wie ETF-Sparpläne besteuert werden
Ausschüttungen und Verkaufsgewinne von ETFs unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Zusätzlich kann jährlich eine Vorabpauschale anfallen, vor allem bei thesaurierenden Fonds. Sie hängt vom Basiszins und der Wertentwicklung ab und kann auch null sein. Bereits versteuerte Vorabpauschalen werden beim Verkauf angerechnet. Bei Aktien-ETFs, die laut Anlagebedingungen fortlaufend mehr als 50 % in Aktien anlegen, sind 30 % der Erträge steuerfrei (Teilfreistellung). Anleihen- und Rohstoff-ETFs erhalten das üblicherweise nicht. Der Sparer-Pauschbetrag beträgt 1.000 Euro pro Person und Jahr, bei Zusammenveranlagung 2.000 Euro. Mit einem Freistellungsauftrag berücksichtigt die Bank ihn sofort, sonst bekommst du die Steuer über die Steuererklärung zurück. Für Xetra-Gold gelten andere Regeln: Gewinne sind nach mehr als einem Jahr Haltedauer steuerfrei, bei einem Sparplan zählt die Frist für jeden Kauf einzeln. Bei anderen Gold-ETCs hängt das von den Produktbedingungen ab. Mehr dazu im Beitrag zur Besteuerung von Gold.
Woher die Daten stammen
Die Liste umfasst 33 verbreitete ETFs und ETCs aus acht Anlagebereichen, davon 8 mit Nachhaltigkeitsansatz. ISIN, Index, Replikation, Ausschüttung und laufende Kosten haben wir aus den justETF-Produktprofilen übernommen und stichprobenartig mit den Unterlagen der Anbieter abgeglichen. Eigene Annahmen, etwa die Verwahrkosten bei Xetra-Gold, kennzeichnen wir am Ergebnis. Am Ergebnis steht jeweils der Datenstand. Vor einem Kauf solltest du die Angaben im Basisinformationsblatt des Anbieters prüfen. Ob ein Produkt bei deinem Broker als Sparplan angeboten wird, nehmen wir bewusst nicht auf, weil sich das häufig ändert.
Häufige Fragen
Ist das Ergebnis eine Anlageempfehlung?
Nein. Das Ergebnis ist eine Liste von Produkten, die die von dir gewählten Merkmale erfüllen. Deine finanzielle Situation, deine Ziele und deine Risikobereitschaft fließen nicht in die Auswahl ein. Das kann nur eine persönliche Beratung leisten.
Warum finde ich keinen Gold-ETF?
ETFs nach europäischem Fondsrecht (OGAW/UCITS) müssen Vorgaben zur Risikostreuung und zu zulässigen Anlagen erfüllen. Eine Anlage nur in physisches Gold oder Silber ist damit nicht vereinbar. Gold und Silber werden deshalb als ETC angeboten, also als Schuldverschreibung, die meist mit dem Metall hinterlegt ist. Wählst du „nur ETFs“, findet das Quiz für Gold und Silber keine Treffer. Die Unterschiede erklärt unser Beitrag Gold-ETF oder physisches Gold.
Was ist der Unterschied zwischen thesaurierend und ausschüttend?
Ein thesaurierender ETF legt Dividenden oder Zinsen automatisch wieder an. Ein ausschüttender zahlt sie regelmäßig auf dein Verrechnungskonto aus. Gold- und Silber-ETCs leisten keine Ertragszahlungen. Bei breiten Rohstoff-ETFs hängt das von der Anteilsklasse ab, in unserer Liste schüttet keiner aus.
Woran sehe ich, ob ich einen ETF als Sparplan besparen kann?
Suche die ISIN in der Produktsuche deines Brokers. Dort steht, ob ein Sparplan möglich ist, ab welcher Rate und was eine Ausführung kostet. Welche Kosten neben der TER anfallen, etwa Spread und Ordergebühren, erklärt unser Kostenvergleich für Rohstoff-ETFs.
Sind nachhaltige ETFs teurer?
Oft etwas, aber nicht viel. In unserer Liste liegen die laufenden Kosten der nachhaltigen Welt-ETFs bei 0,20 bis 0,22 % pro Jahr, die der klassischen bei 0,14 bis 0,20 % (Welt-ETFs mit Swap ausgenommen). Weil ESG-Indizes weniger Unternehmen enthalten, kann sich ihre Wertentwicklung aber spürbar vom klassischen Index unterscheiden, nach oben wie nach unten.
Warum sind nicht alle ETFs im Quiz?
Wir pflegen bewusst eine kleine Liste, deren Daten wir regelmäßig prüfen können. Lieber weniger Produkte mit korrekten Angaben als eine lange Liste mit veralteten Werten. Einen größeren Überblick über Rohstoffprodukte gibt die Rohstoff-ETF-Liste.
Die Redaktion von rohstoff-geldanlagen.de berichtet seit 2019 über Edelmetalle, Rohstoff-ETFs und alternative Anlagestrategien. Unser Fokus liegt auf verständlichen Analysen für Privatanleger im deutschsprachigen Raum. Wir beschäftigen uns mit den Themen Edelmetalle, Rohstoffinvestitionen und Vermögensschutz. Alle Informationen werden regelmäßig aktualisiert.
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